Ein Wochenende in Zürich

Das verlängerte Wochenende um den Tag der deutschen Einheit verbringen wir immer gern in einer großen Stadt außerhalb Deutschlands. Zürich ist zwar eher ein Dorf, das Großstadt spielt, aber immer wieder einen Besuch wert. So haben wir uns am Freitag in Richtung Bodensee auf den Weg gemacht. Über Landstraßen und dank großräumigen Umfahrens von Stuttgart hatten wir auch eine angenehme Reise bis zu unserem Lieblingshotel am Bodensee.

Ein herbstliches Menü in Flohrs Restaurant versüßte uns dank der charmanten Besitzerin Kirsten Flohr und der kulinarischen Gaumenfreuden ihres Mannes Georg den ersten Wochenendabend. Auch die Betten in Flohrs Hotel sind äußerst bequem und die guten Weine zum Essen taten ihr Übriges: Wir schliefen wieder einmal himmlisch.

Samstagmorgens ging es nach einem viel zu frühen Frühstück dann weiter Richtung Zürich. Die Fahrten über die Landstraßen sind immer eine besondere Freude und auch die sommerlichen Temperaturen hoben die Stimmung. In Zürich ging es dann Nonstop zum ersten Haus am Platz. Das Baur au Lac, ein Traditionshaus zum Wohlfühlen, in einem kleinen Park direkt am Zürichsee.

Nun stand für den restlichen Samstag Shoppen auf dem Programm. Kinderkleidung für unsere Töchter und eine neue Handtasche für mich fanden sich auf meiner Wunschliste, und auch im Hinblick darauf hat uns Zürich nicht enttäuscht. Die berühmte Bahnhofstraße ist eines der teuersten Pflaster Europas. Und hier findet man alles, was das Herz begehrt. Exquisit sind die Boutiquen und verschwiegen die Banken. Kostspielig und nobel ist diese Fußgängerzone, die wie ein französischer Boulevard gestaltet ist. Unsere Lieblingsstation zum Teetrinken am Nachmittag ist das Café „Sprüngli“ im legendären Sprünglihaus (Paradeplatz 67, Ecke Bahnhofstraße). Ich kann nicht in Zürich gewesen sein, ohne hier ein Stück Torte gegessen zu haben.

Am Abend stand ein Menü im „Blindekuh“ auf unserem Programm, einem Restaurant, in dem man in totaler Finsternis die überraschende Erfahrung macht, wie anders alles schmeckt, wenn man es nicht sieht. Danach ging es dann ins trendige Szeneviertel Zürich West, wo wir in einer Jazz-Bar bis gegen Morgen versackten.

Vom Sonntag bis Montagabend wurde dann Sport ganz groß geschrieben. Wir verbrachten mit schweizer Freunden zwei wundervolle Tage auf einer urigen Hütte und konnten nach langen Wanderungen das traumhafteste Käsefondue und Zürcher Geschnetzelte genießen, das man sich nur vorstellen kann.

Zürich, du bist immer eine Reise wert, und wir kommen wieder, ganz bestimmt.

Nina

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