Bevor mein Mann Torsten und ich geheiratet haben, war uns klar, dass wir uns gegenseitig einen Antrag machen wollten. Dieser sollte an einem besonderen Ort stattfinden und möglichst vollkommen überraschend für den anderen sein. Also buchte ich für ein graues Novemberwochenende einen Flug auf unsere Lieblingsinsel Mallorca. Meinem Mann erzählte ich nichts davon, er wusste nur etwas von einem Tagesausflug an dem besagten Freitag, und ich fuhr ihn mit verbundenen Augen zum Flughafen.
Wie organisiert man ein Picknick in der Fremde?
Ich hatte mir ausgedacht, den Heiratsantrag während eines Picknicks in der Fremde quasi zu verbacken. Die Idee kam mir, als ich im Fernsehen zufällig einen alten Romy-Schneider-Film sah, in welchem Noten in ein Hörnchen eingebacken worden waren. Ich suchte mir für unsere Unterkunft die Suite Principal im Refugio Son Pons aus und fragte in einer Mail an, ob man mir ein Picknick mit besonderem Inhalt bereiten könne? Die außerordentlich liebenswürdigen Besitzer des Refugios haben mir diesen Wunsch nur zu gern erfüllt und so schickte ich meine Liebesbotschaft per Post auf die Insel.
Und wie ging es weiter?
Unsere Suite, mit einer tollen Riesenbadewanne ausgestattet, haben wir mit Freude bezogen und uns dann am Nachmittag auf den Weg zum Picknick am Meer gemacht. Einige Überredungskunst hat es mich dann allerdings noch gekostet, meinem Mann das präparierte Brötchen schmackhaft zu machen. Aber am Ende hat es dann doch geklappt und er hat JA gesagt.
Und das Refugio son Pons?
Ist immer eine Reise wert, sei es für ein romantisches Wochenende oder einen längeren Aufenthalt. Wir können es nur wärmstens empfehlen. Das alte Haus wurde liebevoll restauriert und die Kombination aus altem Gemäuer und modernen Einrichtungsgegenständen und Kunst ist eine wahre Augenweide. Gekrönt wird die Nacht im äußerst bequemen Bett von einem sagenhaften Frühstück. Wir kommen wieder – bestimmt zu unserem nächsten Hochzeitstag.
Mallorquinische Grüße,
Nina